Imkerei

Warum bin ich Imker ?

1. Als Freizeitbeschäftigung, weil die Beschäftigung mit den Bienen nach dem beruflichen Stress für mich einen gewissen Ausgleich bedeutet.

2. Weil es besonders im Frühjahr faszinierend ist, die Entwicklung von Natur und Bienenvolk im Gleichklang zu beobachten.

3. Weil die Beobachtung der Harmonie im Bienenvolk einzigartig ist.

4 Weil ich mit der Bienenzucht einen Beitrag zur ökologischen Erhaltung der Natur leiste und besonders die heimische Region fördere (Bestäubung der Pflanzen etc.)

5. Weil ich auch durch meine Freizeitbeschäftigung einen kleinen finanziellen Erfolg habe und auch durch das Produkt Bienenhonig und Wachs (Kerzen) manch Freund/in eine Freude bereiten kann.

6. Weil ich im Vereinsleben gleichgesinnte Freunde und Partner gefunden habe und wir uns in manchen gemeinsamen Aktivitäten gut verstehen und unterstützen.

Wie werde ich Imker ?

In dem ich

1. mich für das faszinierende Wesen DIE BIENE interessiere

2. einen Bekannten (Imker) habe oder kennenlerne, der mir alle Fragen beantwortet und mich auch im praktischen Umgang mit den Bienen unterweist.

3. vom örtlichen Bienenzuchtverein die notwendigen Gerätschaften (Bienenkästen, Honigschleuder, Wachsschmelzer, usw.) vorerst als Leihgabe bekomme und mir keine großen finanziellen Belastungen entstehen

4. vom örtlichen Bienenzuchtverein bei der Mitgliedschaft in den ersten Jahren vom Beitrag befreit bin

5. an den informations- und Schulungslehrgängen des Landesverbandes unentgeltlich teilnehme

6. bei allen Aktivitäten des örtlichen Bienenzuchtvereins einbezogen werde und durch die regelmäßigen Zusammenkünfte alle Informationen bekomme, die ich benötige (Erfahrungsaustausch)

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Imker ABC

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Abkehrbesen
Handfeger mit nur einer Reihe weisser Borsten. Er dient zum Abfegen der Bienen von den Waben

Absperrgitter
Eines der wichtigsten Geräte der modernen Imkerei. Es gestattet u.a. die Königin auf einen bestimmten Bereich der Beute zu beschränken und ermöglicht so eine Brutfreie Honigentnahme.

Ableger
Zur Vermehrung oder Schwarmverhinderung abgezweigter Teil eines Bienenvolkes

Ambrosia
a) Bienenwabe als Reiseproviant (Altertum)
b) Speise der Götter, bestehend aus Nektar und ”Ambrosia” (ambra = Wohlgeruch; syos = Speise der Engel)

Apis mellifera
Heimische Honigbiene, mittlerweile auf allen Kontinenten verbreitet

Apitherapie
Verwendung von Bienenprodukten zur Vorbeugung, Linderung und Heilung von Krankheiten bei Mensch und Tier

Arbeiterin
Weibliche, aber nicht fortpflanzungsfähige Biene

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Bestiften
Die Eiablage der Königin

Biene
Begriff aus dem Mittelhochdeutschen “bine”

Beute/Magazin
Bienenkasten, in dem das Bienenvolk untergebracht ist

Bienenprodukte
Honig, Bienenwachs, Pollen, Propolis, Bienengift, Weiselfuttersaft (Gelée Royal)

Bienenweide
Bezeichnet die Gesamtheit aller Pflanzen, von denen Bienen ihre Nahrung beziehen

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Deutscher Imkerbund e.V.
1907 als Zusammenschluss von “Deutschem Bienenwirtschaflichen Zentralverein” und dem “Reichsverein für Bienenzucht” entstanden; 1949 neu gegründet; Dachverband der deutschen Imker

Drohnen
Männliche Bienen

Durchlenzung
Übergang vom Winter- zum Sommervolk

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Enzyme
Eiweißkörper, die als Katalysatoren bei der Honigherstellung dienen

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Faulbrut
Bienenkrankheit

FBA
Fachverband für Bienenzuchtausrüstung e.V. - Vereinigung von Hersteller- und Fachhandelsfirmen in Deutschland

Flugling
Die aus einer verstellten Beute oder dem in eine andere Beute verbrachte Brutrauminhalt an ihren gewohnten Platz zurückkehrenden Flugbienen bilden den Flugling, eine Form des Ablegers

Freigabe des Honigraumes
Erweiterung des Volkes, wenn der Brutraum fast voll Bienen ist

Futterteig
Gemisch aus Puderzucker und Honig oder Invertzucker zur Reizfütterung oder Lückenfütterung

Fütterung
Temporärer Ersatz für eine Tracht aus diversen Gründen
a) Reizfütterung: Anregung der Bruttätigkeit im Frühjahr
b) Trachtlückenfütterung: Aufrechterhalten des Brutgeschehens
c) Auffütterung: garantiert Wintervorrat des Volkes

Futtervorrat
im Honigraum des Stockes gespeicherte Nahrung (Honig, Pollen)

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Gedächtnisleistung
Zur Orientierung der Biene ist eine Gedächtnisleistung nötig, die so bei Insekten einmalig ist. Sie besitzen sogar ein Kurzzeit- und ein Langzeitgedächtnis

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Honig
Bienenprodukt. Wird unterschieden nach
 - Quelle (z.B. Blüten oder Honigtau)
 - Jahreszeit (z.B. Frühtrachthonig)
 - Art der Gewinnung (z.B. Schleuderhonig, Presshonig, Seimhonig)
 - Konsistenz
 - Blütenart, aus der der Honig überwiegend stammt

Honigpflege
Tritt ein, nachdem der Honig aus der Honigschleuder über Honigsiebe geflossen ist. Luftbläschen müssen entfernt werden, durch Rühren wird der Kristallisationsprozess begünstigt. Honig muss trocken und gut verschlossen in kühlen, geruchsneutralen Räumen gelagert werden.

Honigschleuder
Zur Honiggewinnung wird mit Hilfe einer manuell oder elektrisch betriebenen Honigschleuder der Honig aus den Waben herausgeschleudert.

Honigtau
Wasserklare, süß schmeckende Flüssigkeit. Sie wird von Insekten produziert, die an Pflanzen, z.B. Bäumen, saugen. Ausgangsstoff für Waldhonig, Tannenhonig etc. --> vergl. Nektar

Honigwein/Met
Das vergorene Honigwasser gilt als eines der ältesten alkoholischen Getränke

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Imkerpfeife
Zur Beruhigung und Besänftigung der Bienen dient der Rauch, der durch die Verwendung einer Imkerpfeife erzeugt wird. Der Rauch signalisiert den Bienen, Ihre Honigblase zu füllen für den Fall, dass der Stock verlassen werden muss. Satte Bienen sind weniger aggressiv.

Imme
Mittel- bzw. althochdeutsch für “Biene”; noch heute norddeutsche Mundart

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Kittharz = Propolis
Baumharz, das die Bienen sammeln und z.B. als Baustoff verwenden, um ihren Bienenkasten vor Zugluft zu schützen

Korbimkerei
Bei dieser Bienenhaltung, die (als Schwarmimkerei) vor allem in der Heide betrieben wurde, leben die Bienen in Körben (“Lüneburger Stülper”)

Kristallisation des Honigs
Jeder Honig kandiert oder kristallisiert nach einer bestimmten Zeit. Je weniger Glucose im Honig anfällt, desto langsamer kristallisiert dieser

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Leckhonig
Früher traditionelle Gewinnungsart; nicht kandierter Honig tropft aus zerstückelten Waben durch ein Sieb (vergleichbar: Schleuderhonig)

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Met
Das vergorene Honigwasser gilt als eines der ältesten alkoholischen Getränke

Mittelwand
Aus Bienenwachs hergestellte, mit Zellmusterprägung für Arbeiterinnenbau versehene Wachsplatte.

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Nektar
Zuckerhaltiges Blütensekret, Ausgangsstoff des Blütenhonigs

Nest- bzw. Stockgeruch
Jeder Bienenstock hat einen charakteristischen Geruch der sich aus dem im Stock befindlichen Honig, der Brut, Wachs, Propolis, Pollen und Pheromonspuren der Königin zusammensetzt

Nosema
Bienenkrankheit

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Pollen
Blütenstaub, Nahrung für die Bienen und die Bienenbrut

Presshonig
Der nicht kandierte Zucker wird mit Hilfe einer Presse ohne Erhitzen (“kalt”) aus den Waben gepreßt

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Rähmchen
Ein Rahmen, in dem die Bienen ihren Wabenbau errichten

Reinigungsflug
Erster Ausflug der Bienen nach längeren Schlechtwetterperioden, besonders im Spätwinter/Frühjahr

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Scheibenhonig
Wabenhonig aus Besenheidetracht. Dieser Honig läuft aus ausgeschnittenen Zellen auf Grund seiner Konsistenz nicht aus

Schwarm
Bienenvolk ohne Waben und Brut ausserhalb des Bienenkastens (natürliche Vermehrung)

Seimhonig
Früher traditionelle Gewinnungsart. Er wird unter Erwärmen aus den Waben gepresst oder aus den Waben geschmolzen

Stifte
Eier, die die Königin legt

Stock
Alte Bezeichnung für eine Bienenwohnung mit Volk

Stockkarte
Formular zur Aufzeichnung der wesentlichen Geschehnisse am Bienenvolk

Stockmeißel
Handwerkszeug des Imkers, das er für Arbeiten am Stock benötigt

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Tanzsprache (Bienensprache oder Bienentanz)
Als Tanzsprache wird das Informationssystem aus rhythmischen Bewegungen der Sammelbiene auf der Wabe bezeichnet, mit der sie anderen Bienen die Nahrungsquelle angibt (Richtung, Ergiebigkeit)

Tracht
Honigtau und Pflanzen, die von Sammelbienen auf Nahrungssuche beflogen werden. Auch das Sammelgut heisst so

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Umweltbedingungen
Alle Umstände, die die Entwicklung eines Bienenvolkes beeinflussen, z.B. Witterung, Tracht, Stock, Standort des Stockes, Imker

Umlarven
Jüngste Arbeiterinnenlarven in künstliche Weiselzelle umsetzen

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Varroatose
Bienenkrankheit durch Befall mit der Milbe Varroa jacobsoni

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Wabe
Scheibenförmige Gesamtheit der sechsseitigen, prismenförmigen Zellen, die die Biene aus körpereigenem Wachs herstellt. Dient der Aufzucht der Brut und als Speicherraum für Honig und Pollen

Wabenhonig
Verkaufsform, bei der sich der Honig noch in den verdeckelten Waben Waben befindet

Wachserzeugung
Wachs wird von den Wachsdrüsen der Bienen erzeugt; es dient dem Bau der Waben

Weisel
Königin

Weiselnäpfchen
Wachszelle für das Königinnen-Ei

Weiselrichtig
Eine Königin befindet sich im Bienenvolk

Weisellos
Ein Bienenvolk ohne Königin

Weiselzelle
Wachszelle, in der die Königin als Larve/Made heranwächst

Wintertraube
Alle Bienen eines Bienenvolkes rücken im Winter eng zusammen und bilden eine Kugel, die W.

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Zandermaß
Von Enoch Zander eingeführtes Rähmchenmaß (420 x 220 mm)

Zeideln
Honigernte durch Ausschneiden honighaltiger Wabenbereiche aus besetzten Bienenwohnungen (im Gegensatz zur Schwarmimkerei)

Zeidlerei
Als Beutnerei (Baumimkerei, eine traditionelle Form der Waldnutzung) im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa ausgeübt; im Mittelalter auch z.B. in Nürnberg

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